Ein Jahr nach der Vorstellung des Que Medical Inhalation Device (QMID) ging es auf der expopharm in München um die Erfahrungen mit dem System seit seiner Premiere sowie Fragen aus der praktischen Versorgung.

Das Team von Four 20 Pharma auf der expopharm 2026
Ein Jahr nach der Vorstellung des Que Medical Inhalation Device (QMID) ging es auf der expopharm in München um die Erfahrungen mit dem System seit seiner Premiere sowie Fragen aus der praktischen Versorgung. Mitarbeitende von Four 20 Pharma und Curaleaf kamen am Stand mit Apothekenteams sowie Vertreter:innen aus Unternehmen und Verbänden ins Gespräch. Dabei ging es neben den Erfahrungen mit dem QMID um aktuelle Fragen der Medizinalcannabisversorgung, die wachsende Auswahl inhalativer Extrakte und die damit verbundenen Anforderungen an Anwendung und Verarbeitung.
München/Paderborn, 19. September 2026 – Ein Jahr nach der QMID-Premiere auf der expopharm 2025 in Düsseldorf ging es in der diesjährigen Ausgabe in München am Stand der Four 20 Pharma GmbH (Four 20 Pharma) um den Einsatz des Systems im Praxisalltag und Fragen aus der Apotheke. Für die Mitarbeitenden von Four 20 Pharma ergaben sich so zahlreiche Anlässe, bekannte Ansprechpartner:innen persönlich wiederzutreffen, neue Kontakte zuknüpfen und die Erfahrungen mit dem QMID sowie weitere aktuelle Themen der Medizinalcannabisversorgung aus Apothekenpraxis und Branche zu besprechen. Mit dem wachsenden Angebot inhalativer Extrakte gewinnt das QMID als einziges zugelassenes Medizinprodukt in der EU für deren Inhalation weiter an Bedeutung.
Auch die Entwicklung in anderen Märkten wurde auf der expopharm thematisiert. Mit Dariusz Golebiowski war auch ein Vertreter von Curaleaf International vor Ort. Four 20 Pharma gehört seit April 2026 vollständig zu Curaleaf, unter deren Dach das QMID entwickelt wurde. Im Austausch mit den Standbesucher:innen ging es unter anderem um die Besonderheiten des deutschen Marktes und die Unterschiede zu anderen Märkten, in denen Curaleaf aktiv ist.
QMID in einem wachsenden Produktumfeld
Four 20 Pharma hat seit Einführung des QMID das eigene Angebot entsprechender Extrakte bereits erweitert, weitere Produkte stehen vor der Markteinführung. Auch andere Hersteller bieten inhalative Extrakte an oder entwickeln entsprechende Produkte. Damit wächst die Bandbreite der für die inhalative Anwendung verfügbaren Produkte, die für den QMID zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine stärker am individuellen therapeutischen Bedarf orientierte Auswahl, erhöht zugleich jedoch die Anforderungen an die Verarbeitung in der Apotheke.
Eine dieser Anforderungen betrifft die effiziente Befüllung der für das QMID benötigten Kartuschen. Im Gespräch mit Hagen Graventein ging es deshalb auch um geeignete Lösungen für diesen Arbeitsschritt. Er brachte am Stand von Four 20 Pharma die Perspektive von Thompson Duke Industrial ein. Das Unternehmen aus Portland, Oregon, entwickelt und produziert Abfüll-, Verschließ- und Applikationsmaschinen für die regulierte Cannabis- und Vaporizer-Industrie. Die Systeme können entsprechende Arbeitsabläufe standardisieren und insbesondere Apotheken entlasten, die regelmäßig größere Mengen verarbeiten.
Neue Vorgaben beeinflussen die Versorgung
Ob die verfügbaren Therapieoptionen in der Versorgung eingesetzt werden können, hängt jedoch nicht allein von geeigneten Produkten und praktikablen Abläufen in der Apotheke ab. Auch die jüngsten regulatorischen Veränderungen waren deshalb Gegenstand des Austauschs. Seit dem 30. Juli 2026 können Cannabisblüten nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Für neu beginnende Therapien gelten zudem neue Vorgaben, die einen Vorrang cannabishaltiger Fertigarzneimittel für einen Therapieversuch von sechs Monaten vorsehen, bevor standardisierte Extrakte erstattungsfähig sind. Die konkrete Auslegung dieser Regelungen, insbesondere ob der Vorrang von Fertigarzneimitteln auch Off-Label gilt, wurde zuletzt von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband unterschiedlich bewertet.
Die praktischen Folgen dieser Veränderungen greift auch die Initiative „Stimmen für eine sichere Versorgung“ auf. Four 20 Pharma hat die Kampagne initiiert mit Partnern gemeinsam, um Patient:innen, Ärzt:innen, Apotheker:innen, Verbände, Branchenunternehmen und weitere Betroffene eine Stimme zu geben. Anhand ihrer Erfahrungen wird deutlich, welche Fragen sich infolge der veränderten Rahmenbedingungen in der Versorgungspraxis stellen.
„Ein Jahr nach der Vorstellung des QMID wird deutlich, wie sich die inhalative Anwendung von Cannabisextrakten weiterentwickelt. Das Produktangebot wächst und ermöglicht eine stärker am individuellen therapeutischen Bedarf orientierte Auswahl. Gleichzeitig werden praktikable Abläufe für die Apotheken wichtiger. Im persönlichen Austausch mit Apothekenteams, Verbänden und anderen Beteiligten können wir diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven einordnen und Erfahrungen aus der Versorgungspraxis aufnehmen“, sagt Tino Haack, Geschäftsführer von Four 20 Pharma.
Die Four 20 Pharma GmbH, Teil von Curaleaf International, ist ein vollständig nach EU-GMP und GDP zugelassener europäischer Hersteller und Großhändler von medizinischem Cannabis. Mit dem Fokus auf Produktqualität und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften trat Four 20 Pharma im Jahr 2020 in den deutschen Markt ein – mit der Vision, eine kontinuierliche Patientenversorgung zu gewährleisten. Das wachsende Portfolio an Produktmarken hat eine stabile Lieferkette geschaffen und bietet den Patienten eine Auswahl an hochwertigen Cannabisprodukten. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Paderborn, Deutschland.
Heute ist das Unternehmen vollständig in einen weltweitführenden Anbieter von medizinischen Cannabisprodukten integriert. Curaleaf International verfügt über gut etablierte, umfassende Kompetenzen, die den Anbau, die Herstellung und den Vertrieb in über 15 regulierten Märkten abdecken.